Gedichte und Texte mit und über Schwalben

Schwalben bringen Glück!

 

Auf dieser Seite haben wir unsere private Gedichtsammlung zusammengestellt. Die unsere Schwalbengeschichten ergänzen sollen.
Um darzustellen wie geehrt die Schwalben in der Vergangenheit waren.
Gedichte, in denen die Schwalben erwähnt worden.
Sie galten nicht als Schädlinge, wenn sie in derartig schöne Verse eingebettet worden sind. Wieso hat ihr Ansehen denn nur so verloren ?

Aus welchen Gründen ist der Bestand gefährdet ? Diese Überlegungen bringen uns Tag für Tag zum Handeln. Macht mit im Protestbuch !!!

Soll es diese Bilder wirklich bald nicht mehr geben ?

 

Falls ihr selbst ein Gedicht hier gerne von Euch oder Freunden veröffentlichen wollt, dann schreibt uns doch dies einfach ins Schwalbenbuch, wir würden uns sehr freuen. Auch Bilder und Fotos verlinken wir gerne dann auch zu Euren Seiten!



SCHWALBEN

Die Schwalben, weißbrüstig,
Und an dem Ufer,
Unter der Weide
Grünwallender Mähne,
Im halben
Schatten der trächtigen Wolke
Liegend die Magd.
Tief dröhnt die Orgel des Donners im Baß.

Bald wird stürzen,
Wie himmlische Lieder,
Das quellende Naß,
Und nieder ins Gras
Die unfruchtbare Träne.

Die Schwalben, weißbrüstig,
Gelüstig nach geflügelter Speise,
Werfen wie Blitze sich auf und nieder
Im schwindenden, blauen
Raume des Himmels,
Ohne nach Mädchen und Wolke zu schauen

Georg Britting

 

Wenn

Wenn der Regen fällt
und den Tag vergällt,
wenn die Nächte abkühlen
und mit Nebel sich füllen,
wenn der Wind so stark weht,
daß der Wetterhahn sich dreht,
wenn die Schwalben sich sammeln
um hier nicht zu vergammeln,
wenn die Blätter fallen
und die Jagdbüchsen knallen,
wenn der Schornstein raucht,
weil man Wärme jetzt braucht,
ist der Herbst da.
Wie jedes Jahr.

Hawoky



 

Mein Fenster
Schwalben wohnen über meinem Fenster.
Sie kommen nicht geflogen, sondern herangestürzt, um sich dann kurz vor dem vermeintlichen Aufprall an die Scheibe elegant nach oben zu schwingen und in ihrem Nistloch zu verschwinden.
Im Frühjahr blühte der Kastanienbaum vor meinem Fenster.
Jetzt, im Sommer sind die Blüten kleinen Fruchtknollen gewichen, die schon ahnen lassen, unter welchem Gewicht sich im noch weit entfernten Herbst die Äste biegen werden, um den Kindern ihre braunen, kugeligen Schätze zu schenken.

Ein paar Häuser sehe ich vor meinem Fenster.
Freundliche Häuser.
Ja, es gibt freundliche und unfreundliche Häuser.
Färben die Häuser auf ihre Bewohner, oder die Bewohner auf ihre Häuser ab? – Egal - , diese Häuser hier sind freundlich, mit anheimelnd blickenden Sprossenfenstern und grünen Vorgärten.
Und hinter den Häusern sehe ich den Wald vor meinem Fenster.
Sanft ansteigend, erste Ausläufer des Schwarzwaldes, von Laubbäumen durchsetzt.
Sattes, fettes Grün. Wie lange noch ?

Und abends,
steht der Mond vor meinem Fenster.
Wenn wie heute Vollmond ist, schaue ich ihm am Schreibtisch sitzend, den Blick geradeaus, direkt ins Gesicht.
Diese kleine Welt vor meinem Fenster.
Sie ist schön und es tut gut hier zu sitzen.
Aber trotz aller Beschaulichkeit will ich auch sehen und wissen was außerhalb dieses Glasquadrates, rechts und links davon vor sich geht. Da Fenster öffnen und mich ganz weit hinauslehnen. Keine Angst haben, mein Fenster ist von stabilem Holz umgeben, es hält mich, ich werde nicht fallen.
Und wenn der Wind draußen zu stark wird, mir der Regen ins Gesicht peitscht – macht nichts.

Ich schließe das Fenster, schöpfe Atem, nehme mir
die Leichtigkeit der Schwalben
die Kraft des Kastanienbaumes,
das Jauchzen des Kinder,
die Freundlichkeit der Häuser,
das beruhigende Grün des Waldes
und die Stille des Mondes.
Andrea L.

 

Nacht

Mit Dämmerung und Amselschlag
Kommt aus den Tälern her die Nacht.
Die Schwalben ruhn, der lange Tag
Hat auch die Schwalben müd gemacht.

Durchs Fenster mit verhaltenem Klang
Geht meiner Geige müder Strich.
Verstehst du, schöne Nacht, den Sang -
Mein altes Lied, mein Lied an dich?

Ein kühles Rauschen kommt vom Wald,
Daß mir das Herz erschauernd lacht,
Und leis mit freundlicher gewalt
Besiegt mich Schlummer, Traum und Nacht.
Hermann Hesse

 

Schwalben

Schwalben, durch den Abend treibend
leise rufend, hin und wieder,
kurze rasche Bogen schreibend,
goldne Schimmer im Gefieder-.

Oh, wie möchte ich dir sie zeigen,
diese sonnenroten Rücken!
Und der götterleichte Reigen
müsste dich wie mich entzücken.
Christian Morgenstern



 

Louise Otto (1819-1895)

Die Schwalben


Einstmals die Schwalben kamen
Mit fröhlichem Gesang,
Jetzt ziehen fort sie wieder
Und schweigen alle bang.

Das ist ein gutes Zeichen:
Sie brachten Lieder her,
Die bleiben uns zurücke,
Drum singen sie nicht mehr.

Wir aber können singen
Nun auch bei Eis und Schnee -
Die Schwalben stille ziehen
Habt Dank! - Ade! Ade!
Louise Otto



Spatz und Schwalben

Es grünte allenthalben.
Der Frühling wurde wach.
Bald flogen auch die Schwalben
Hell zwitschernd um das Dach.

Sie sangen unermüdlich
Und bauten außerdem
Am Giebel, rund und niedlich
Ihr Nest aus feuchtem Lehm.

Und als sie eine Woche
Sich redlich abgequält,
Hat nur am Eingangsloche
Ein Stückchen noch gefehlt.

Da nahm der Spatz, der Schlingel,
Die Wohnung in Besitz.
Jetzt hängt ein Strohgeklüngel
Hervor aus ihrem Schlitz.

Nicht schön ist dies Gebahren
Und wenig ehrenwert
Von einem, der seit Jahren
Mit Menschen viel verkehrt.



 


Der Türmer

Der Türmer steht auf hohem Söller
Und raucht sein Pfeifchen echten Kneller,
Wobei der alte Invalid
Von oben her die Welt besieht.
Es kommt der Sommer allgemach.
Die Schwalben fliegen um das Dach,
Derweil schon manche stillbeglückt
Im Neste sitzt und fleißig drückt.
Zugleich tritt aus dem Gotteshaus
Ein neuvermähltes Paar heraus,
Das darf sich nun in allen Ehren
Getreulich lieben und vermehren. -
Der Sommer kam, und allenthalben
Schwebt ungezählt das Heer der Schwalben,
Die, wenn sie flink vorüberflitzen,
Des Türmers alten Hut beschmitzen.
Vom Platze unten tönt juchhei,
Die Klosterschüler haben frei,
Sie necken, schrecken, jagen sich,
Sie schlagen und vertragen sich
Und grüßen keck mit Hohngelächter
Des Turmes hochgestellten Wächter. -
Der Sommer ging, die Schwalben setzen
Sich auf das Kirchendach und schwätzen.
Sie warten, bis der Abend da,
Dann flogen sie nach Afrika.
Doch unten, wo die Fackeln scheinen,
Begraben sie mal wieder einen
Und singen ihm nach frommer Weise
Ein Lebewohl zur letzten Reise.
Bedenklich schaut der Türmer drein.
Still geht er in sein Kämmerlein
Zu seinem großen Deckelkrug,
Und als die Glocke zehne schlug,
Nahm er das Horn mit frischem Mut
Und blies ein kräftiges Tuhuht.
Wilhelm Busch

 

Die Schwalben

Die Schwalben halten zwitschernd
hoch auf dem Turme Rat;
die ält‘ste spricht bedenklich:
"Der Herbst hat sich genaht.
Schon färben sich die Blätter,
die Felder werden leer;
bald tanzt kein einzig Mücklein
im Strahl der Sonne mehr.

Seid ihr zur Reise fertig?"
Die Alten zwitschern: "Ja!"
Die Jungen fragen lustig:
"Wohin?" - "Nach Afrika!"

Nun schwirrt es durch die Lüfte,
verlassen ist das Nest;
doch alle hält die Liebe
an ihrer Heimat fest.

Wohl ist‘s viel hundert Meilen
von hier bis Afrika;
doch, kommt der Sommer wieder,
sind auch die Schwalben da.
Julius Sturm

 

DIE SCHWALBE
Liebliche Schwalbe!
Gern, wenn am Fenster
Ich lausche des Abends
Friedlichen Tönen,
Blick‘ ich dir nach, -
Wenn du mit leichtem
Schimmernden Flügel
Vorüber dich schwingst.
Gern auch schau ich nach dir,
Wenn auf benachbartem Dach
Im röthlichen Strahl der Sonne
Du zwitscherst dein krauses Lied,
Oder am kugligen Nest,
Wo dir sorglich die Gattin weilt
Hineinschauend hangest.
Andere singen wohl schöner als du,
Andre prunken mit buntem Gefieder;
Schön ist der Schwan,
Gewaltig der Adler!
Doch du bist mir werth,
Du liebliche Schwalbe,
Du Vogel der Heimath! -
Allzeit kehrest du wieder
Von südlichem Lande,
Dir dein zutraulich Nest
Zu bauen im Norden -
Nimmer vergisst du der Heimkehr.

Sinnend gedenk‘ ich der Zeit,
Da selber ich weilte
Ferne der Heimath.
Ein Abend war es wie heut -
Friedlich und sonnbeglänzt -.
Da sangst du mir in‘s Ohr
Den alten Heimwehklang,
Das süsse herzbezwingende Lied,
Dass mich verlangte
Mit brennender Sehnsucht
Nach jener Stätte
Der sonnigen Jugend,
Wo ich zuerst gesehn,
Schwingend um‘s Vaterhaus,
Dich, liebliche Schwalbe,
Du Vogel der Heimath.
Heinrich Seidel

 

Vier Jahreszeiten

Und wieder grünt der schöne Mai,
O dreimal selige Zeit!
Wie flog die Schwalbe froh herbei,
Als ob ich mitgeflogen sei,
War mir das Herz so weit!

O linde Luft im fremden Land,
Auf Bergen und Gefild!
Wie reizend fand ich diesen Strand,
Allwo mein suchend Auge fand
Ihr leichthinwandelnd Bild!

Ich sah des Sommers helle Glut
Empörtes Land durchzieh‘n;
Sie stritten um das höchste Gut,
Geschlagen muß das freiste Blut
Aus hundert Wunden flieh‘n.

Kaum hört‘ ich in verliebter Ruh
Der schwülen Stürme Weh‘n;
Ich wandte mich den Blumen zu
Und sprach: Vielleicht, mein Herz, wirst du
Ein and‘res Herz ersteh‘n!

Die Traube schwoll so frisch und blank
Und ich nahm beiderlei:
Mit ihrem Gruß den jungen Trank –
Und als die letzte Traube sank,
Da war der Traum vorbei.

Doch jene, die zur Sommerszeit
Der Freiheit nachgejagt,
Sie schwanden mit der Schwalbe weit,
Sie liegen im Friedhof eingeschneit,
Wo trüb der Nachtwind klagt.

Gottfried Keller

 

DORFSTILLE

Holunderduft liegt auf der Dorfesgasse -
die Hüttenfenster gleißen sonnenbunt.
Die Büsche schatten breit - es fliegen blasse
und volle Blüten schwebend hin im Rund.

Die Kirche ragt im goldengrünen Dämmern
der Linden, die sie überdrängen breit.
Nur aus verlorner Ferne dringt ein Hämmern,
als sei‘s der Herzschlag dieser Einsamkeit...

Sonst alles klangtot! und die Mittagstille
liegt wie mit erz‘nen Flügeln überm Land -
ich glaube fast, man hört es, wenn die Hülle
der Blätterknospen sprengt ihr bräunlich Band...

Ich glaube fast, man hört es, wenn im Neste
die Schwalbe sich im Mittagsschlafe regt,
und wenn ein Bienlein durch die Lindenäste
die Würze tropfend aus den Blüten trägt...

Gedicht von Alberta von Puttkamer (5.5.1849 - 13.4.1923)

Alberta von Puttkamer


 

Das Wunderblümchen

Ein Blümchen blüht an stillen Quellen
Und atmet süßen Lebensduft.
Es badet sich in klaren Quellen,
Und munter mit des Frühlings Schwellen
Regt sich die Knospe in der Luft.
Schon grünt die Flur mir süßem Prangen,
Und Freude färbt die zarten Wangen.

Es strahlt der Lenz auf tausend Zweigen;
Froh hat sich die Natur verjüngt.
Die Jugend schlingt den muntern Reigen.
Horch! wie dort durch des Haines Schweigen
Das süße Lied der Vögel klingt!
Doch schöner als der Klang im Liede
Färbt sich am Quell die zarte Blüte.

Und Sommer wird‘s im jungen Leben,
Und kürzer weilt die kühle Nacht,
Und feuriger wird jedes Streben;
Es keimt die Kraft in zarten Reben;
Es strahlt das Feld in goldner Pracht:
Die Knospe will die Hülle spalten,
Zur Blume herrlich sich entfalten.

Und höher steigt der Lauf der Sonnen;
Es glüht im dichtbelaubten Tal.
Des Nebels Dünste sind zerronnen;
Vertrocknend stirbt der klare Bronnen;
Der Quell versiegt im Sonnenstrahl.
Doch frischer noch in Jugendfülle
Entfaltet sich des Blümchens Hülle.

Des Spätjahrs Kühle kommt gezogen;
Reif glänzt der Traube Gold hervor.
Die Sonne sinkt am Himmelsbogen;
Es quillt, im Innern auferzogen,
Aus Blütentod die Frucht empor.
Doch ewig schön, im zarten Kleide,
Malt sich des Blümchens süße Freude.

Da zieht die Schwalbe durch die Felder;
Die Biene zehrt vom Frühlingsraub.
Es pfeift die Windsbraut durch die Wälder;
Die Purpurrebe färbt die Kelter,
Und raschelnd fällt das dürre Laub.
Doch frei vom ernsten Weltgesetze
Enthüllt das Blümchen seine Schätze.

Da stürzt sich mit der eh‘rnen Kette
Hoch vom Gebirg‘ der Winter los.
Er macht die Welt zur Grabesstätte,
Und mit des Eises Silberglätte
Umfesselt er der Erde Schoß
Und mordet auf den kahlen Fluren
Des zarten Lebens letzte Spuren.

Doch wie vom Götterblut empfangen,
Regt sich des Blümchens süße Pracht:
Es strahlt empor mit Glutverlangen
Und schmückt die Welt mit Frühlingsprangen
Und lichtet die gewalt‘ge Nacht,
Aufglühend in des Himmels Freie:
Das Blümchen "ew‘ge Liebestreue".
Theodor Körner

 

Das Schwalbenlied

Auf und ab, kreuz und quer
Fliegt ein Schwalbenpärchen her, ohne Rast und Ruh.
Lieselchen, Lieselchen,
Munter wie ein Wieselchen, schaut so gerne zu.
Die sonst doch immer, immer singt und lacht,
Ist heut’ ganz still und hat sich da ganz sacht gedacht:
Immerzu, immerzu, wie die Schwälbchen ohne Ruh’,
Ob das glücklich macht?

Mutterl, unterm Dach ist ein Nesterl gebaut;
Schau, schau, schau, o schau!
Dort hat der Dompfaff ein Pärchen getraut,
Trau, trau, trau, ja trau.
Da sieh nur, wie glücklich die Beiden sind!
Sie fliegen hin und her, sie fliegen hin und her.
Ach, Mutterl, wär’ ich ein Schwalbenkind,
Wie schön, wie schön das wär’, das wär’!

Geht die Zeit, geht die Zeit;
Liesel trägt ein langes Kleid und hat einen Schatz.
Sicherlich, sicherlich
Liebt sie ihn ganz inniglich, kennt nur einen Satz:
Ich will ja immer, immer bei dir sein.
Es schlägt mein Herz für dich nur ganz allein, allein.
Immerzu, immerzu
Bist mein Alles du, nur du. Will stets bei dir sein.

Mutterl, unterm Dach ist ein Nesterl gebaut;
Schau, schau, schau, o schau!
Dort hat der Dompfaff ein Pärchen getraut,
Trau, trau, trau, ja trau.
Da sieh nur, wie glücklich die Beiden sind!
Sie fliegen hin und her, sie fliegen hin und her.
Ach, Mutterl, wär’ ich ein Schwalbenkind,
Wie schön, wie schön das wär’, das wär’!

Und sieh' da, was geschah:
Plötzlich war der Storch schon da
Und hat was gebracht.
Ach, wie klein und so fein!
Oh, wie hat das Lieselein glücklich da gelacht!
Sie sorgt jetzt immer, immer, Tag und Nacht
Und nie und nimmermehr hat sie sich nun gefragt:
Immerzu, immerzu,
Wie die Schwälbchen ohne Ruh’,
Ob das glücklich macht?

Mutterl, unterm Dach ist ein Nesterl gebaut;
Schau, schau, schau, o schau!
Dort hat der Dompfaff ein Pärchen getraut,
Trau, trau, trau, ja trau.
Da sieh nur, wie glücklich die Beiden sind!
Sie fliegen hin und her, sie fliegen hin und her.
Ach, Mutterl, wär’ ich ein Schwalbenkind,
Wie schön, wie schön das wär’, das wär’!

 

 
 "Herzschlag."

 

Das Herzchen macht bum, bum, wir haben es erlebt .... 
Wir sahen die Schwalben im Anflug an ihre zerstörten Nester.
Die Taten ... der menschlichen Gesellschaft.
Wir sahen in ihren Augen,
Liebe und Hoffnung, Furcht und
Verzweiflung, Traurigkeit und Betrug.
Und wir waren böse.
"Gott", sagten wir, "das ist schrecklich!
Warum tust Du nicht was?"
Gott schwieg einen Augenblick
und erwiderte dann leise:
"ich habe was getan,
ich habe Euch erschaffen.

Copyright EvK © Schwalbenkolonie

Des Schwälbchens Klage.

Ein Schwälbchen, im Schutz geboren unterm Dach 
eh` ihm der Überlebenskampf  bewusst,
greifen Mensch sein zu Hause an, ein Krach
die Nester reißen sie ab, voll Frust.
 
Erst war das Keckerle der Grund
heute bringen wir angeblich den Virus rein
doch wir sind alle gesund
der Freispruch muß für uns endlich sein.
 
Entsetzt schaut es vom Dache zu,
es traut seinen Augen kaum
fragt warum nur und wozu
es glaubt es ist nur ein böser Traum.
 
Seine Äuglein schauen  fromm und helle,
schnell fliegt es Afrika entgegen, zum ersten  Mal,
doch angstvoll, überfliegt es so manch' Gefahrenstelle.
schwebt ratlos am Himmelszelt, eh' es fliegt ins Tal.
 
Frühling  ist's,  es kommt aus Afrika wieder,
keiner hört sein lautes Klagengeschrei',
man schlug alle Nester nieder
und lies nicht mal eins oder zwei.
 
„Wo soll' ich nun wohnen bitte sehr,
ich bracht’ Euch das Glück ins Haus
zum Bauen gibt's nichts mehr,
Nun ist es mit dem Nachwuchs aus.

 

So hat das Leben keinen Sinn, …
Klarheit muss geschaffen werden
wer bestimmt über unser Leben,
wo sind all dies Leute hin, … "

 

 Man hört traurige Piepser aus der Kehle,
ein Blitzen aus den Kulleräuglein   spricht:
"In mir  wohnt auch 'ne Seele,
 auch für Schwälbchen, hält ein Gott Gericht !"

Copyright EvK © Schwalbenkolonie

 

Machen wirs den Schwalben nach
(Die Csardasfürstin)

Machen wir´s den Schwalben nach,
baun wir uns ein Nest.
Bist du lieb und bist du brav,
halt zu dir ich fest.
Bist du falsch, oh Schwalberich,
fliegt die Schwälbin fort.
Sie zieht nach dem Süden hin,
und du bleibst im Norden.


Ich warte auf das große Wunder,
tralala, von dem man so viel spricht.
In Wirklichkeit ist alles anders,
tralala, die Wunder kommen nicht.
Ich denke mir die Ehe himmlisch,
tralala, so immerfort zu zwein.
Das ist gewöhnlich nur am Anfang,
tralala, dann ist man gern allein.


Ich lasse mir nicht Bange machen,
tralala, richte mir das ein
schon wie ich´s brauch,
ich finde die Idee famos,
tralala, genau so mach ich´s auch.


Machen wir´s den Schwalben nach,
baun wir uns ein Nest.
Bist du lieb und bist du brav,
halt zu dir ich fest.
Bist du falsch, oh Schwalberich,
fliegt die Schwälbin fort.
Sie zieht nach dem Süden hin,
und du bleibst im Norden.


Bist du falsch, oh Schwalberich,
fliegt die Schwälbin fort.
Sie zieht nach dem Süden hin,
und du bleibst im Norden.

 

Ein Schwalbenjahr

 

Die Schwalben wieder zu uns kamen,
sie zogen in ihre Nest mit fröhlichem Gesang.

 

Das Schwalbenjahr zu Ende ging,

kein Schwälbchen nun mehr singt.


Heut' im September zogen auch die letzten fort,
 haben Angst und schweigen alle bang.
 Zu viele Gefahren sind bis Afrika,

dies kennen sie vom letzten Jahr.

 

Doch sie müssen sehr mutig sein,    

denn ihre Kinder sind noch klein.

Sie zeigen ihnen die Gefahr,

damit sie es wissen im nächstem Jahr. 

      

Schwalben Einzug ist ein gutes Zeichen:
Lieder sangen sie, laut stark sehr,

nun hört man sie nicht mehr,
Das Zwitschern im Ohr muss nun reichen,


Denn nun sind sie fort und singen nicht mehr.
Die Schwalben nun nach Süden ziehen, 

sie fliegen übers weite Meer.

Mögen sie vor den Netzen fliehen,

gesund an kommen in Afrika!

 20 Schwälbchen flogen mehr in diesem Jahr.

 
Wir rufen ihnen nach, AUF WIEDERSEHN,

Gebt auf Euch acht, bis zum nächsten Jahr!

              Copyright EvK © Schwalbenkolonie

 

 

 

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